Vorkommen:
Selten, aber bei beiden Geschlechtern anzutreffen.
Beginn 12-65 Jahre, bei Kindern jedoch deutlich seltener. Grundsätzlich kann
jedes Lebensalter betroffen sein, deswegen ist die Krankheitsbezeichnung nicht
ganz zutreffend (adultorum
= Erwachsenen).
Ätiopathogenese:
(Entstehung
und Entwicklung eines krankhaften Geschehens)
Die Ursache ist unbekannt. Auffällig ist der Beginn im
Anschluss an akute Infektionskrankheiten, besonders Streptokokkeninfekte (Angina (= Halsentzündung), Impetigo (= Hautinfektion), Erysipel (= Hautinfektion durch
Streptokokken-Bakterien verursacht), Scharlach), aber auch Grippe, Masern oder Pneumonie (Lungenentzündung). Auch
das Zusammentreffen mit Diabetes mellitus ist bei Erwachsenen auffällig.
Die Verhärtung der Haut ergibt sich als Folge einer
massiven Einlagerung von sauren Mukopolysacchariden
vom Typ Hyaluronsäure (bzw. Glukosaminoglykane)
in die Dermis (Unterhaut).
Auftreten / Krankheitsmerkmale:
Bevorzugt betroffen sind gewöhnlich Gesicht, Nacken und
Stamm, mit Übergreifen auf die Arme, und im fortgeschrittenem
Stadium auch auf die Beine. Rasch entwickelt sich eine flächenhafte, sehr
harte, ödematöse Schwellung der farblich nicht
veränderten, allenfalls blasser wirkenden Haut. Die Haut fühlt sich wie ein
aufgeblasener Gummireifen an; sie ist hart, nicht eindrückbar
und nicht in Falten abzuheben. Durch die ballonartige Auftreibung der Haut
fühlen sich die Patienten extrem eingeengt; sie leiden auch an Atemnot. Die
Arme sind in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt und werden abgespreizt vom
Körper gehalten. Die Hände schwellen oftmals an, bleiben aber frei beweglich
bis zu dem Stadium, bei dem dann auch die einzelnen Fingergelenke eine
schmerzhafte Schwellung zeigen.
Organkomplikationen:
Sie sind relativ selten. Beteiligt sein können Zunge (Verhärtung),
Ösophagus (Dysphagie
(=Speiseröhre-Schluckbeschwerden)),
Perikard (Herzbeutel), Gelenke, Pleura (Lungenhaut), Herz- und Skelettmuskel.
Auch Hepatomegalie
(Vergrößerung der Leber) und multiples Myelom (eine
Geschwulst mit Bildung von Eiweißen = Paraproteinen)
sollten beachtet werden.
Laborwerte:
BSG-Erhöhung,
unspezifisch-entzündliche Veränderungen der Serumproteine
sowie ein erhöhter AST (Anitstreptolysintiter) können
vorkommen.