Histopathologie:
Die ödematös verquollenen
Kollagenfasern in den unteren Hautschichten werden durch Ansammlungen von sauren Mukopolysacchariden, besonders Hyaluronsäure,
auseinandergedrängt. Um die Gefäße finden sich Lymphozyten,
Plasmazellen und zahlreiche Mastzellen. Die elastischen
Fasern bleiben intakt.
Verlauf und Prognose:
Der
Zustand kann über viele Monate und Jahre anhalten.
Von einer so genannten „Spontanheilung“ innerhalb von 2
Jahren gehen die Ärzte mittlerweile nicht mehr aus - bis heute ist noch kein
einziger Fall von Heilung bekannt geworden. Die Symptome lassen sich aber schon
ganz gut behandeln.
Differentialdiagnose:
Das
typische Krankheitsbild ist unverwechselbar.
Gelegentlich kann die Abtrennung von systemischer Sklerodermie im ödematösen
Stadium schwierig sein; im weiteren Verlauf resultiert bei letzterer aber die
irreversible Sklerose.
Therapie:
Eine
sichere Behandlung ist nicht bekannt.
Empfohlen werden hoch dosiert Penizillin oder Breitband-Antibiotika
(wie bei systemischer Sklerodermie). Örtliche Infektionen
sollten beseitigt werden.
Ein Versuch mit Kortison (20 - 40 mg Prednisolon
tgl.) kann in schweren Fällen unternommen werden. Ergänzend Massagen,
Bindegewebsmassagen, Lymphdrainage, warme Bäder,
Atemgymnastik.
Die Bestrahlung mit UVA1-Strahlen sowie die PUVA-Behandlung
(beides unter stationären Bedingungen) bewirken ebenfalls für eine gewisse Zeit
eine Verbesserung der Lebensqualität. Es ist notwendig, diese Therapien in
regelmäßigen Abständen zu wiederholen.
Kooperationspartner:
Frau Prof. Dr. med. Karin Scharffetter-Kochanek, Chefärztin der Dermatologie und
Allergologie des Universitätsklinikums in Ulm, Maienweg 12, 89081 Ulm / Söflingen,
für Akutbehandlung und Forschung.
Herr
Prof. Dr. med. Jörn Elsner, Chefarzt der Dermatologie und Allergologie der
Fachklinik Bad Bentheim, Am Bade 1, 48455 Bad Bentheim, Akutklinik,
Rehabilitation stationär/ambulant und Ambulanzklinik.
TOMESA-Fachklinik, ehemals Chefarzt Prof .
Dr. W. Küster, jetzt die Nachfolger: Chefarzt Dr. (RO) Remus Vasa und als stellvertretender Chefarzt Dr. (RO) medic. Remo de
Simon, Riedstraße 18, 36364 Bad Salzschlirf, für AHB- und REHA-Maßnahmen.